Bundestagsabgeordneter diskutiert mit Weingärtner Gymnasiasten über Europa

Erstellt von Popp |

Anlässlich des Europatags diskutierte die Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums Weingarten mit dem Bundestagsabgeordneten Axel Müller (CDU) über die Zukunft Europas.

Die Schülerinnen und Schüler und auch Axel Müller zeigten sich sehr zufrieden, dass solch eine Veranstaltung endlich auch mal wieder vor Ort und in direktem Austausch stattfinden konnte, denn so viele kluge Fragen und eine interessante Diskussion wären am Bildschirm sicher nicht aufgekommen.

Müller, dessen politische Karriere ja im Gemeinderat in Weingarten begann, skizzierte zur Einführung kurz die Geschichte der EU und betonte, wie sehr ihm das europäische Projekt – vom gemeinsamen Reisepass und Führerschein bis hin zum europaweiten Reisen, Leben und Arbeiten – am Herzen liegt und verdeutlichte, dass er die EU für das größte Friedensprojekt der Geschichte hält.
In der anschließenden Diskussion wurde diese Aussage auch gleich von einer Schülerin hinterfragt. Sie wollte wissen wie das Friedensprojekt denn mit den Waffenexporten Deutschlands zusammenpassen würde. Auch zu einigen Fragen über das Verhältnis der EU zur Türkei und Beitrittsverhandlungen mit anderen Staaten nahm Axel Müller Stellung, nicht zuletzt ist er im Europaausschuss des Bundestags für seine Partei tätig.

Besonders das Thema gleichgeschlechtliche Ehe, die Rechte unterschiedlicher sexueller Identitäten und das Gendern in der Sprache war einigen Schülerinnen und Schülern wichtig, worüber eine lebhafte Diskussion mit einigen Nachfragen und kritischen Anmerkungen entstand.

Natürlich durfte auch einer der „Klassiker“ nicht fehlen: Wie hält es der Bundestagsabgeordnete denn mit Legalisierung von Marihuana? Axel Müller hatte dazu eine sehr klare Position: Auf keinen Fall. Er erzählte wie er vor seiner Tätigkeit im Bundestag als Richter am Landgericht in Ravensburg genügend Angeklagte vor sich hatte, die durch ihre Drogensucht (auch von Marihuana) ihr Leben zerstört hatten und straffällig geworden waren.

Als die geplante Zeit einer Schulstunde längst überschritten war, kamen auch noch ein paar Fragen zu Corona auf, unter anderem zur Spaltung der Gesellschaft und zu den Folgen für Kinder. Es zeigte sich aber, dass für Jugendliche Corona zwar ein Thema ist, aber bei weitem nicht das einzige, und sie sich auch in Zeiten einer Pandemie mit zahlreichen anderen politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen. Durchaus ein hoffnungsvolles Fazit.

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