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Als die Mauer 1989 fiel, war sie in der Dunkelkammer

gleichwohl gilt Sibylle Bergemann als die bemerkenswerteste Fotografin der DDR. Dabei wählte sie eine leise, sehr poetische Bildsprache, suchte ihre Motive nicht im glanzvollen Scheinwerferlicht, sondern im Schattenbereich und im Verletzlichen. Ihre durchdringenden Fotografien erzählen von einer Zeit eines geteilten Deutschlands, das heute nur noch schwer fassbar scheint, dessen Wunden sich aber immer deutlicher zeigen. Um so spannender ist es, dass ihre Werke nun als neues Sternchenthema im Fach Bildende Kunst in den Fokus rücken und Raum zur Reflektion bieten. 

Göppingen lud gleich zu zwei Ausstellungen parallel ein, welche der Leistungskurs Kunst der Klasse 11 besuchte. Auf Schloss Filseck führte Kuratorin Eva Paulitsch exklusiv durch die Ausstellung von Fotograf Arno Fischer, Sibylle Bergemanns Ehemann. In der Kunsthalle Göppingen konnte man dann eine liebevoll aufgemachte Ausstellung zu ihren Werken entdecken. Die Nachwuchskünstler*innen des Kurses waren sich einig: obwohl wir in einer Welt leben, die visuell überflutet wird, offenbaren Sibylle Bergemanns Fotografien eine berührende Kraft.

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