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from nature

so nennt herman de vries seine Ausstellung, die gerade im neuen KUNST Pavillon in Weingarten zu sehen ist. Dabei bildet der Künstler die Natur nicht bloß ab – wie etwa Albrecht Dürer in seiner berühmten Zeichnung eines Rasenstücks –, sondern gräbt das Stück Wiese sofort komplett aus. Er stellt so das Original in einem ihm eigens dafür hergestellten Rahmen aus. Die wunderbare Vielfalt der Natur an Formen, Linien und Strukturen, aber auch ihre Fragilität werden im musealen Kontext umso eindringlicher. „My poetry ist the world“, dichtet herman de vries,
da laden selbst von Käfern angefressene Birnbaumblätter zum Staunen ein. Der Insektenfraß gestaltet die kleinen, filigranen Blättchen so geistreich, wie man es sich kaum besser hätte ausdenken können. Im ersten Bild sind die Blätter minutiös in Reih und Glied aufgesteckt. Im zweiten Rahmen daneben zeigt sich hingegen das luftige Spiel des Zufalls: Hier wurden die Blätter genau so fixiert, wie sie damals vom Baum auf den Boden fielen.
Dass herman de vries den Menschen – und damit sich und uns selbst – als festen Teil der Natur wahrnimmt, wird überall dort spürbar, wo sein eigener Atem, seine Handschrift oder seine Fingerabdrücke im Werk auftauchen. Alles scheint untrennbar miteinander verbunden zu sein. Auch die Schülerinnen des Kunst-LKs werden bei ihrem Besuch am Freitag vor den Herbstferien Teil dieser Wechselbeziehung. „The world is my chance, it changes me every day, my chance is my poetry.“, endet herman de vries Gedicht.

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